Gründungsaufruf

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"Wenn die moralisch verwerfliche Arroganz sogenannter zivilisierter Völker eine international gültige Rechtsordnung verhindert, dann muss der öffentliche Gebrauch der Vernunft eine Gegengewalt schaffen" , Imanuel Kant, 1795 Traktat zum Ewigen Frieden
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Friedensinitiative

Mendener gegen Krieg und imperiale Anmaßung                    


Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

jeder Tag der verstreicht bringt uns dem Ausbruch eines Angriffskrieges der USA (und Großbritanniens?!) gegen den Irak näher. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges sind Angriffskriege völkerrechtlich geäch­tet und damit ille­gal. Nie mehr, so war sich die Völkergemeinschaft einig, sollte ein Staat andere Länder überfallen und ein Gemetzel und Schlachten beginnen dürfen.

Diesen Konsens hat die Regierung der USA unter dem ehemaligen Erdölbaron und jetzigen Präsidenten Bush mit ihrer neuen Militärstrategie verlassen:

-          Die USA nehmen sich in diesem Papier das Recht zu sog. „präventiven“ als „vorbeugenden“ Krie­gen her­aus. Wem oder was „vorgebeugt“ werden soll, das bestimmt ab sofort die US-ameri­kanische Regie­rung… Das ist ein Bruch der UN-Charta.

-          Die USA nehmen sich in diesem Papier das Recht heraus, als erste Atomwaffen einzusetzen, wenn dies „mili­tärisch erforderlich“ erscheint. Wann militärische „Erfordernisse“ vorliegen, ent­scheidet ab sofort die US-amerikanische Regierung… Das ist ein Bruch des Atomwaffensperr­vertrages und internationaler Ab­rüstungsabkommen…

Wer meint, das Recht zu haben, internationales Recht brechen zu dürfen, um ihm angeblich zur Geltung zu ver­schaffen, der hat jeden Anspruch auf Unterstützung und Solidarität verwirkt. Die Politik der US-amerikanischen Re­gierung und der sie tragenden Kreise aus der Erdölindustrie und dem christlichen Fundamentalismus ist nichts als imperiale Anmaßung.

Mit dieser Einschätzung befinden wir uns in Übereinstimmung mit unseren  amerikanischen Friedens­freundinnen und – freunden der amerikanischen Friedensbewegung „NOT in our Name!“ (Nicht in un­serem Namen!).
In deren Aufruf heißt es:


„Wir als Menschen, die in den Vereinigten Staaten leben, glauben,
dass es unsere Pflicht ist, uns den Ungerechtigkeiten zu widersetzen,
die von unserer Regierung - in unserem Namen - begangen wurden.

Nicht in unserem Namen
wirst Du endlosen Krieg führen,
darf es noch mehr Tode geben,
und weiteres Eintauschen von Blut gegen Öl. (…)

Wir geloben Widerstand.

Wir geloben ein Bündnis mit all denen,
die angegriffen wurden,
weil sie dem Krieg widersprachen,
oder wegen ihrer Religion oder ihrer Zugehörigkeit.

Wir versprechen, gemeinsam
mit den Menschen auf der ganzen Welt
Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden zu schaffen.

Wir können eine andere Welt erreichen.
Und wir versprechen, sie möglich zu machen“


Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

die jetzige Situation geht uns alle an. Sie trifft jede und jeden von uns. Lasst uns dem Vorbild unserer amerikanischen Freunde folgen und hier vor Ort und hier in unserem Dorf den gesellschaftlichen Wider­stand entwickeln, der alleine diesen und weitere Kriege noch verhindern kann.

Wer mitmachen will, ist herzlich willkommen.
Kontakt:

Andreas Buderus, Angela Keil       Bert Kopatz, Sylvia Kopatz-Siegel

02241 / 31 12 23                       02241 / 31 68 45


V.i.S.d.P.: A. Buderus, Kirchstraße 47, 53757 St. Augustin